HOME

 

 

·       Das REB - und OBSTJAHR  2017

 

Die früheren Jahre:

Das Reb-und Obstjahr 2016

Das Reb-und Obstjahr 2015

Das Reb-und Obstjahr 2014

Das Reb-und Obstjahr 2013

Das Reb-und Obstjahr 2012

Das Reb-und Obstjahr 2011

Das Reb-und Obstjahr 2010

Das Reb-und Obstjahr 2009

Das Reb-und Obstjahr 2008

Das Reb-und Obstjahr 2007

Das Reb-und Obstjahr 2006

Das Reb-und Obstjahr 2005

Das Reb-und Obstjahr 2004

 

Früher im Wingert

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Reb-und Obstjahr 2017

 

 

 

Das Wetter im Januar/Februar

 

Der kälteste Januar seit ca. 30 Jahren, der Schnee blieb auch im Tal längere Zeit liegen.

 

Ab Mitte Februar wird es teilweise sehr warm (bis 20 Grad) und ab und zu weht heftiger Föhn. Ideales Wetter zum Schneiden der Reben.

 

 

 

 

 

 

 

1.April im Wingert:

 

Auszug aus dem Rebblatt von Hans Jüstrich:

Die Reben erwachen, die Knospen haben die Deckschuppen mehrheitlich abgestreift. Als Folge der zurzeit frühlingshaften, beinahe sommerlichen Temperaturen wird in den nächsten Tagen die „Post“ abgehen.

In den mittleren und späteren Lagen werden die Rebknospen schätzungsweise in einer Woche das Wollstadium erreichen.

MeteoSchweiz meldet, dass mit dem zweitwärmsten März seit Messbeginn zu rechnen sei. Nur der März 1994 sei noch wärmer gewesen.

 

In allen Wingerten sind jetzt die Reben aufgebunden und das Rebholz zwischen den Rebzeilen ist gemulcht worden.

 

 

 

Der April verlief gut, viel Sonnenschein und zügiges Wachstum der Reben.

 

 

 

 

Und dann kam gegen Ende April der Frost.

 

Hätte es doch nur geschneit. Doch leider verzogen sich am 20.April in der Nacht zum Donnerstag die Wolken, es wurde klirrend kalt. Zuerst zwei Frostnächte, viele Triebe wurden stark beschädigt, dann folgten noch einmal Frostnächte, die den Schaden noch einmal verstärkten.

Und das in allen Wingerten, der Weissburgunder ist etwas stärker betroffen.

Wie gross der Schaden am Schluss ist, wird sich erst zeigen. Wir hoffen aber, dass die Nebenknospen und schlafende Augen noch austreiben.

Jetzt heisst es abwarten und sehen, ob diese Schosse auch Gescheine (Trauben) tragen werden.

Gemäss landwirtschaftlichem Zentrum St. Gallen liegen die Ausfälle in der Ostschweiz je nach Sorte zwischen 20 und 95%.

 

 

 

 

 

Mai – Juni

Das Wetter zeigt sich wieder oftmals von der schönsten Seite.

Die Triebe wachsen, auch sind noch viele Augen ausgetrieben.

Der Schaden wird hoffentlich gar nicht so gross sein.

 

Mitte Juni

Einzelne Beeren sind schon schrottkörnig, andere, die erst nach dem Frost gewachsen sind, blühen erst.

Gegen Ende Juni kommen jetzt richtige Hitzetage, schon könnten wir wieder etwas mehr Regen brauchen – aber wir sind scheinbar nie ganz zufrieden.

 

 

 

Vegetationsstand Weissburgunder Mitte Juni

 

 

 

 

Juli

Im Juli stöhnte man längere Zeit unter der sehr grossen Hitze und Trockenheit. Die Reben aber lieben Wärme und sind deshalb in den heissen Tagen sehr stark gewachsen. Ein altes Sprichwort sagt: „Einer Rebe und einer Geiss ist es nie zu heiss!“.

Die Reben haben auf die Schäden vom Spätfrost reagiert und haben in der Mitte des Stockes viele neue Triebe gebildet - erfreulicherweise auch mit schönen starken Trauben. So wird sich der Schaden in Grenzen halten, obwohl beim Weissburgunder der Ausfall immer noch gegen 40% liegen wird.

Ende Juli kommt nicht nur Regen, sondern es wird eine Woche lang recht kalt mit Schnee in den höheren Bergen.

Also längere Zeit zu heiss und dann zu kalt für die Jahreszeit.

 

Dann Ab Ende Juli bis 28.August eine schöne, heisse Zeit mit nur wenig kalten Unterbrechungen.

 

Nun folgen fast ohne Unterbruch kalte und nasse Tage bis 20.September.

 

 

 

 

Wimmeln 2017

 

Nach den zwei Frostnächten Mitte April waren viele Triebe abgefroren, dies dämpfte unsere Erwartungen auf ein gutes Rebjahr.

Zum Glück haben die Reben auf die Schäden vom Spätfrost reagiert und bildeten in der Mitte des Stockes viele neue Triebe - erfreulicherweise auch mit schönen starken Trauben. Die grosse Hitze im Sommer lies die Trauben schnell reifen, aber die folgende kaltnasse Zeit hat doch zu einigem Fäulnisbefall geführt, was das Lesen recht zeitaufwendig machte.

So mussten wir dieses Jahr sehr früh ernten – am 23.September Weissburgunder, am 28.September die Trauben für den Rosé, am 30. September war die Hauptlese in den Blauburgunderlagen Hansmarti, Röser und Halde, der Chambourcin wurde am 2.Oktober angeliefert.

 

Weil viele spätblühende Trauben nicht die gleiche Reife aufwiesen, hat Silvy diese mit ‚Klüppli‘ markiert und die mussten (nicht gerade zur Freude der Wimmlerleute) in separate Kisten geerntet werden. Diese Trauben hatten ca. 10 Grad Oechsle weniger und wurden zu Rosé verarbeitet.

 

Zusammenfassend können wir mit Freude zur heurigen Ernte folgendes sagen:

Die Weissburgunderernte entsprach in der Menge etwa einem mittleren Jahr, in den Keller kam schönes Traubengut.

Bei den Blauburgundertrauben für den Stahltankausbau und für das Barrique konnten wir 96 bis 100 Grad Oechsle messen, die Menge entsprach einem mittleren Jahr, wir sind also mit dieser Ernte glücklich und zufrieden.

 

Das Wimmeln beanspruchte dieses Jahr Zeit und Geduld.

Wir sind dankbar, dass so viele Helfer den Weg in unsere Wingerten fanden – ganz herzlichen und grossen Dank dafür.

 

 

 

22.Oktober

Alle Weine sind abgepresst und durchgegoren.

Bis jetzt läuft alles gut.

Schon bald werden die Weine zum ersten Mal von der Hefe abgezogen.

 

Der Trester ist in Fässer abgefüllt und wird dann nächstens zum Brenner gebracht – da entsteht dann der neue Marc.

 

 

Alle Wingerten leuchten jetzt in den schönsten Farben.