Das Reb- und Obstjahr 2008

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Das Rebjahr 2008 (Text von Ernst Trefzer aus dem Jahresbericht des Weinbauverein Triesen)

Im Januar und Februar war es mild und föhnig, am 24. Februar lag die Temperatur um 20 Grad. Schneefall gab es aber zu Ostern. Im April regnete es viel. Anfangs Mai gab es frühlingshafte Temperaturen und die Reben Trieben schnell und regelmässig aus. Die Witterung im Mai war aussergewöhnlich, es gab nur wenig Niederschlag und Ende Mai gab es Temperaturen bis 30 Grad. Bis Mitte Juni war das Wetter regnerisch und unbeständig, die Reben blühten Mitte Juni, ab 20.Juni wurde es schön und warm, es wurden Temperaturen um die 30 Grad gemessen. Gelegentlich gab es Gewitter, die Gefahr von Pilzkrankheiten war sehr gross. Die Triebe wuchsen schnell, viel Laubarbeit musste verrichtet werden. Auch der Juli war unbeständig, zwischen  12 – 13 Juli regnete es stark, die Temperaturen waren tief. Am 20. Juli gab es leichten Hagel. Am 29. Juli hagelte es im Triesenberg und Malbun. Ende Juli wurden wieder ca. 30 Grad gemessen. Die Trauben wuchsen stark und hatten bereits grosse Beeren. Der August war auch sehr regnerisch, erst die letzte Augustwoche wurde es sehr schön und wieder wärmer. Der Farbumschlag begann Mitte August recht langsam. Die ersten Septembertage gab es Föhn, am 5. September hatte es 29 Grad. Später wurde das Wetter wieder unbeständiger und die Temperaturen im September lagen gesamthaft unter den alljährlichen Werten. Zeitweise gab es Hochnebel und eine kalte Biese.  Am 3. Oktober gab es Schnee bis 1000 Meter, am 5. Oktober gab es Frost in Zürich, bei uns waren die Temperaturen leicht höher. Im Anschluss an diesen ersten kräftigen Wintereinbruch kamen wir in den Genuss eines prächtigen Altweibersommers, bis zum 15. sowie vom 19-21. Oktober herrschten sehr milde Temperaturen und viel Sonnenschein. Auch vom 24-26. Oktober war es wieder schön. Die Trauben reiften gut, Die Blauburgundertrauben wurden zwischen dem 14. bis 25. Oktober in Triesen gelesen.

Der November war Anfangs Mild aber das letzte Monatsdrittel war winterlich.

Trotz diesem schwierigen Rebjahr, konnte man sehr schöne, gesunde Trauben ernten, wenn man das Jahr hindurch den richtigen Spritzabstand hatte und die Reben gut pflegte. Trotz starker Pilzgefahr gab es wenig Rebflächen die damit befallen waren. Bis 100 Öechslegrade wurden gemessen, man kann sehr zufrieden sein mit dem Jahrgang 2008. Wie sich der Wein entwickelt, wird sich in den nächsten Monaten zeigen.

 

 

Das Rebjahr 2008 beginnt für uns am 2.Januar, da beginnen wir mit dem Vorschneiden im Wingert Hansmarti

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Blick von der neugerodeten Parzelle ,Weissburgunder-Hansmarti‘ aus

 

20.Januar im Röser Nord: Eggen der neuen Parzelle

 

 

21.Januar im Hansmarti Süd:  Vorbereiten der neuen Parzelle

 

23.Februar: Stickel einschlagen im Wingert Hansmarti

 

28.April: Neuanpflanzung vom Weissburgunder im ‚Hansmarti Süd’ und im ‚Röser Nord’

 

 

 

21.August: Netze im Wingert Hansmarti sind gespannt

 

 

Pascal und Samuel halfen beim Vorwimmeln der Trauben für unseren Sekt

 

 

Am 21.Oktober, waren 20 Leute im Einsatz und haben unsere Wingerten Hansmarti und Röser abgeerntet

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Trotz des nassen September und trotz dem Angriff verschiedener Viecher wie Wespen und Füchse haben wir schönes Traubengut (97 bis 98 Oechslegrade) einkellern können.